7 Dinge, die ich nach der Corona-Pandemie nicht mehr in mein Leben lasse

Was haben wir nicht alle geschimpft auf die Einschränkungen, die wir erfahren haben. Ich kenne niemanden, weder Mann noch Frau, die nicht irgendwann verzweifelt waren. Aus unterschiedlichen Gründen versteht sich.
Nun dauerte dieser Zustand bis einschließlich Juni 2021 gefühlte 2 Jahre. Insgesamt natürlich kürzer, vor allem wenn man den Sommer 2020 hinausrechnet. Das Verhalten im Sommer 2020 bescherte und einen gruseligen Herbst, auch einen unwirklichen Winter bis in den Mai 2021 hinein. Eine Zeit der Entbehrungen und Ohnmachtsgefühlen. Ob wir nun alle auf hohem Niveau klagen oder nicht, soll hier nicht thematisiert werden.

 

Wir treten in eine Phase nach der Pandemie ein.

Im letzten Jahr und in den Monaten Januar bis Mai 2021 stellte ich und viele meine Freundinnen und Freunde fest, dass uns nur wenige Dinge wirklich fehlen. Es stellt sich nicht nur für mich die Frage, auf was ich zukünftig verzichten kann.

Was will ich in meinem Post-Corona-Leben nicht mehr haben?

Für die Zukunft möchte ich an den positiven und einfachen Erfahrungen festhalten. Eines steht fest. Die Zeit für eine Neuausrichtung kann besser nicht sein.

 

Hier sind sieben 7 Dinge, die ich nach Corona beibehalten werde.

 

1. Shopping-Touren und Spontankäufe spare ich mir

Ich bin seltener in den Laden gegangen und habe mich ehrlich gesagt um nichts beraubt gefühlt. Ich habe online bestellt und Kleidung liefern lassen. Das kam insgesamt selten vor, denn ich kaufte insgesamt viel weniger ein, als wenn ich durch die Läden schleiche.
Vor kurzem ging ich in einen Laden, und es fühlte sich komisch an… und ich habe nichts gekauft, weil ich gerade meinen Schrank durchsucht hatte. Kleidung, die eigentlich noch gut war, aber seit 2 Jahren ungetragen im Schrank hing, wurde aussortiert. Das hat richtig Spaß gemacht. Alles verschenkte ich an das Sozialkaufhaus. Ich sah keine Notwenigkeit, wieder Kleidung zu kaufen.

Insgesamt denke ich mehr über meine Ausgaben für Kleidung nach. Frage mich viel öfter, ob das Kleid oder die Bluse jetzt gekauft werden müssen. Spontankäufe werden zukünftig erheblich weniger stattfinden. Viel weniger Spontankäufe schonen meine Geldbörse.

 

2. In den Supermarkt nur, wenn sich das richtig lohnt

Wenn mir im letzten Jahr die Zwiebeln oder Bananen oder Garam Marsala oder Milch ausgegangen sind, habe ich es auf eine Liste gesetzt und gewartet, bis noch mehr Notwendiges zusammenkam.

War da nicht noch etwas, was eigentlich gegessen werden muss? Muss ich wirklich wieder einkaufen gehen? Es war immer voll in den Supermärkten.  Also überlegte ich mir, was ich mit etwas mehr Kreativität kochen könnte und siehe da, die meisten Gerichte waren richtig lecker.

Für mich bedeutet das zukünftig, erst wieder mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, wenn sich das lohnt. Niemals wieder für wenige Lebensmittel Benzin, Zeit und Geld zu verschwenden. Außerdem weiß ich nun, dass ich in der Küche kreativer bin als ich mir das je vorgestellt hatte.

 

3. Gesellschaftliche Veranstaltungen, die ich sowieso nicht so genossen habe

Wie wir alle leidvoll erfahren haben, gab es keine gesellschaftlichen Veranstaltungen. Leider? Bestimmt gibt es Veranstaltungen, die ich noch mehr als sonst genießen kann. Kunst und Kultur können zukünftig gar nicht genug in mein Leben treten. Ich hoffe sehr, daß in dieser Sparte bald alles wieder normal stattfinden kann.

Ich habe mich an weniger soziales Leben gewöhnt. Ich muss nicht jeden Tag in der Woche irgendwo sein. Dafür habe ich mehr Zeit mit ausgedehnten Spaziergängen verbracht. Ich war viel mehr in der Natur, um die Jahreszeiten zu genießen, Vögel an ihren Futterstellen zu beobachten und andere Naturschauspiele verinnerlicht.

Gesellschaftliche Ereignisse, die nun weniger stattfinden, fehlen mir nicht, denn ich kann meine Gedanken besser sortieren, wenn ich alleine an meinem Schreibtisch sitze und schreiben kann, ohne darüber nachzudenekn, wen ich jetzt besuchen muss oder sollte.

 

4. Unbequeme Kleidung

Beim Wäschewaschen ist mir neulich wieder aufgefallen, wie viele verschiedene Arten von schwarzen Sport-Hosen ich habe. Dünner Stoff, mit Fleece gefüttert, lange Hosen, Capri-Länge und natürlich verschiedene Schwarztöne. Ich bin nicht die Einzige, die in den letzten Monaten in weite Hosen gelebt hat. Vom verstorbenen Karl Lagerfeld stammt der Spruch, wer in Jogginghosen geht, hat sein Leben aufgegeben. Nun, ich habe mein Leben nicht aufgegeben.

Mein übliches „Kleider-Wegwerf-Kriterium“ ist, alles zu entsorgen, wenn ich es zwei Jahre nicht getragen habe, oder die Frage verneint werden muss, ob das noch passt. 

In Zeiten der Pandemie gab es einige schöne Kleider, Hosen und Jacken, die ich seit März 2020 nicht mehr getragen habe. Habe ich etwas vermisst? Nein, bestimmt nicht.

Ich habe ein paar Sachen aufbewahrt, die mich in verschiedenen Umgebungen gut kleiden werden, aber ich habe nichts aufbewahrt, was nicht bequem ist.

 

5. Mich mit anderen vergleichen

Wer vergleicht sich nicht mit anderen Menschen. Insbesondere Frauen schauen doch immer, was trägt die, wie hat sie die Haare frisiert, wie sieht das Make-up aus. Wenn man allerdings alle Gesichter hinter einer Maske sieht, sieht man eigentlich nichts. Außerdem ist die Versuchung, sich ständig mit anderen zu vergleichen weniger ein Thema, wenn man kaum zusammenkommen kann.

Ich wollte schon lange diese Angewohnheit des Vergleichens aufgeben. Es passte schon lange nicht mehr zu mir. Ich lasse mich voll und ganz auf mich selbst ein. Ich bin wie ich bin und feiere ein neue Energie in mir. Ich bin freier als jemals zuvor.

 

6. Meinungen haben

Nun, ich habe immer noch Meinungen darüber, was ich zu Mittag essen möchte, oder wie früh ich morgens aufstehen möchte, oder welches Buch ich lesen möchte. Aber ich habe aufgehört zu denken, dass ich zu jedem sozialen oder politischen Thema, das auftaucht, eine Meinung haben muss.

meinungen haben

Geimpft? Tun Sie es oder nicht… Ich bin geimpft und glücklich darüber, aber ich habe keine Meinung dazu, ob du dich impfen lassen solltest oder nicht. Vegan/vegetarisch/keto? Esse doch was dir Spaß macht.

Meinungen zu haben scheint hauptsächlich den Blutdruck zu erhöhen und Familien zu spalten. Anstatt eine Meinung zu haben, versuche ich, einen Weg zu finden, wie ich besser zuhören kann, Fragen zu stellen, Akzeptanz auszudrücken, zu lieben.

Das Positive daran, Meinungen nicht mehr zu haben: ich bin viel offener für die Erfahrungen und Perspektiven anderer. Ich mag es, wenn sich meine Welt allmählich erweitert, wenn ich höre und lese und verstehe.

 

7. Ich finde mich damit ab, die Probleme der Welt nicht ändern zu können

Ich sehe, das Leben ist kompliziert. Gesellschaftliche Probleme sind kompliziert. Es gibt ein gewisses Maß an Korruption und Selbsterhöhung in den Befugnissen. Das sollte nicht ignoriert werden. Aber es gibt keine einfachen Lösungen. Ich bin in der Realität angekommen. Ich ändere gar nichts. Die Welt, die Nation, den Staat oder die Stadt werde ich nicht ändern.

ABER ich kann jeden Tag einen Unterschied machen, wie ich mit Menschen umgehe, was ich ihnen sage, wie ich auf Nachrichten reagiere und ob ich etwas Positives tue, oder mich einfach beschwere. Nun kann ich in meinem kleinen Winkel der Welt tatsächlich einen großen Unterschied machen.

Ich kann recyceln und Müll trennen. Ich kann Bio-Gemüse kaufen und heimische Bauern unterstützen, indem ich ihre Produkte direkt ab Hof kaufe. Ich kann lächeln und mich nicht beschweren, wenn eine Freundin einen Fehler macht. Ich kann meine Familie umarmen und ohne Urteil meiner Schwägerin zuhören, die sich über ihren Mann/meinen Bruder beschwert.

Ich kann nach Gelegenheiten suchen, ehrliches Lob zu verteilen. Ich kann bereit sein, ein Bedürfnis zu befriedigen, das mir offensichtlich wird.

 

Fazit: 7 Dinge, die ich in der Post-Corona-Zeit nicht mehr brauche

Ich habe viel mehr Zeit zu Hause verbracht und war gezwungen, mich anzupassen. Einige Gewohnheiten und Praktiken in meinem Leben habe ich verloren und ich werde sie nicht suchen. Ich will sie nicht mehr haben.

Was hast du durch die Pandemie aus deinem Leben gelöscht? Wirst du nun zurechtkommen mit weniger, oder geht alles weiter wie gehabt? Bitte teile deine Gedanken!

Wieviel Sterne vergibst du?
 
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